Geringfügige Finanzvergehen und ihre Sanktionierung sind Gegenstand dieses Buches. Gegliedert in die
Bestimmungen des Allgemeinen Teils, des Besonderen Teils und des Verfahrensrechts werden die in Frage
kommenden Rechtsinstitute des Finanzstrafgesetzes und seiner Nebengesetze dargestellt, analysiert und
gegeneinander abgegrenzt. Insbesondere wird die Frage behandelt, unter welchen Bedingungen auf Basis
des geltenden Rechts auf eine formelle Bestrafung diesergeringfügigen Vergehen verzichtet werden kann
und muss. Aktuelle Beispiele wie der Getränkesteuerskandal beleuchten mögliche Anwendungsbereiche.
Die Arbeit wendet sich an drei Leserkreise: Rechtsanwälte und Wirtschaftstreuhänder finden zahlreiche
Argumente zur Verteidigung ihrer Mandanten. Richtern und Finanzstrafbeamten werden Wege aufgezeigt,
wie sie unter Beachtung des Legalitätsprinzips auf die Bestrafung kleinerer Finanzvergehen verzichten
können. Die Wissenschaft findet darin den Versuch einer widerspruchsfreien dogmatischen Abgrenzung und
Einordnung der Geringfügigkeitskorrektive des Finanzstrafrechts.